Zum Inhalt

Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

Zu den Funktionen

Acht Freunde

Und plötzlich ist es wieder ruhig im Haus. Ich hatte am 30. Juni letzten Jahres unter dem Motto „6 Monate noch …“ neun Freunde aus Deutschland eingeladen und sieben waren tatsächlich über den Jahreswechsel bei mir zu Besuch. Zwei sind gestern schon abgereist, vier sitzen jetzt im Nachtzug nach Stockholm, Sonya ist noch für ein paar Tage da.

Für mich ist es Reichtum, ein Haus zu besitzen, in dem man ohne Probleme sieben Menschen unterbringen kann. Und es ist ein großes Glücksgefühl, wenn das Haus dann wirklich voller Freunde ist. Tatsächlich ist mein Haus so groß, dass keiner im Wohnzimmer schlafen musste und jeder sich mal zum Lesen, Schlafen oder Computern zurückziehen konnte.

Ich könnte vermutlich drei Blogartikel alleine über die kulinarischen Höhepunkte der letzten Tage schreiben. Eine große Küche, Freunde die gerne – und hervorragend – kochen und mein Appetit passen einfach toll zusammen! Es gab Lussekatter, Pilzrisotto, Eis mit warmen Moltebeeren, Elchbraten zu Silvester, Couscous mit Huhn und Tahina, Blaubeerpie und Kanelbullar, um hier nur eine Auswahl der letzten Tage zu nennen. Ich werde mich die nächsten Wochen definitiv nicht auf die Waage stellen.

In der Neujahrsnacht haben wir zu acht in meinen Outdoorpool, den ich alleine eigentlich nie benutze, gesessen, uns über die wechselnden Farben amüsiert und über den Whirlpool gefreut. Acht Deutsche mit Mütze im Pool bei Schneefall gaben bestimmt ein lustiges Bild ab und vermutlich weiß halb Skelleftehamn davon. Eine Freundin hat beim im Schnee rollen einen weißen Badelatschen verloren, den ich vor April nicht suchen muss, denn hier liegen immer noch gut 70 Zentimeter Schnee und ein wenig Neuschnee kommt auch gerade dazu.

Das könnte jetzt so klingen, als seien wir nur zu Hause gewesen. Aber natürlich haben wir auch schöne Touren hier in der Umgebung gedreht, sind gemeinsam zu Fuß zur Insel Storgrundet gelaufen, mit Schneeschuhen durch den Wald gestapft oder haben einen Spaziergang durch Skelleftehamn gemacht. Bei fünf Spiegelreflexkameras auf acht Personen gab es so manche Fotopause mit lustigen fotografischen Verrenkungen. (Das kann ich aber auch ganz gut …)

Am letzten gemeinsamen Tag sind wir zum Snesviken, dem nah gelegenen See gelaufen und haben auf der Eisfläche Kubb gespielt. Erst haben wir mit den mitgebrachten Schneeschiebern den Schnee geräumt und dann vier lange Runden gespielt, ehe einige kalte Zehen bekommen haben und wir wieder nach Hause gelaufen sind.

Leer wird das Haus sein, wenn am Freitag auch Sonya wieder nach München zurückkehrt und meine Freunde wieder zwei-, zweiein­halb­tausend Kilometer entfernt sind. Ich bin ein bisschen traurig darüber, freue mich aber auch über die gemeinsame Zeit und die schönen Erlebnisse, die wir hier miteinander teilen konnten.

Liebe Freunde: Vielen Dank für die schöne Zeit, die wir hier hatten. Liebe Freunde, die ihr nicht kommen konntet: Ja, Ihr habt gefehlt.

6 Kommentare für „Acht Freunde“

Sonya schreibt:

Tack för inbjudan! Es war ein unglaublich schönes Elchsilvester und eine tolle Zeit zu Acht in deinem gemütlichen Haus. Vielen Dank an alle, die dabei waren.

Tony schreibt:

Frohes Neues oder God Nytt År!

Klingt ja echt super, ein Hoch auf die Freunde und ein Hoch darauf, Freund zu sein :)

astrid schreibt:

das klingt doch toll! Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass dein Haus vermutlich øfters voll sein wird. Ich kenn das ja von uns, besonders im Sommer erinnert das hier oft mehr an eine Pension als ein Wohnhaus, aber das ist ja auch schøn!
Wir jedenfalls haben uns auch ganz fest vorgenommen dich dieses Jahr besuchen zu kommen :)

Olaf Schneider schreibt:

@astrid: Ich freue mich schon auf Euren Besuch.

Christina schreibt:

Ach!

Olaf Schneider schreibt:

@Christina Kram!