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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Kurztrip nach Storgrundet

Oh, schon viertel nach zwölf! Dann habe ich keine zwei Stunden Tageslicht mehr. Also schnell Skiklamotten anziehen, meine lädierte¹ Nikon einpacken und los geht es.

Auf geräumter Straße mit ein paar Zentimeter Neuschnee gleitet es herrlich schnell zur sommerlichen Badestelle. Von da aus kann ich dann auch Storgrundet ausmachen. Obwohl das andere Ufer keine 200 Meter entfernt ist, kann man im starken Schneefall nur einen Teil der Insel sehen. Mein Teleobjektiv zeigt auf dem Bild überraschend viele Details, die ich mit bloßem Auge nicht sehen konnte.

Schnell hatte ich das Eis überquert und war auf der schmalen Insel. In dem Waldstreifen empfängt mich Windstille und tief verschneite Bäume. Ein paar hundert Meter an der Küste bläst mir der steife Wind mit 40 Stundenkilometer den Schnee ins Gesicht. Ich habe mit bloßen Fingern zwei kurze Videos auf dem iPhone gedreht und eines hochgeladen – aua, taten mir die Finger weh! Die Kuppe des linken Ringfingers ist immer noch ein wenig beleidigt. Fazit: Keine iPhonevideos mehr im Schneesturm.

Das Video, welches ich mit der Nikon gemacht habe, ist eh besser geworden. An dem Gewackel bei 0:13 ist übrigens der Wind schuld.

Nach einer kurzen Tour auf der Insel und dem Ostseeeis habe ich wieder die Bucht überquert und bin nach Hause gelaufen, wo ich neunzig Minuten nach Aufbruch wieder angekommen bin.

¹ Den verstaubten Sensor meiner Nikon D300s habe ich zumindest wieder so reinigen können, dass die bösesten Flecken weg waren und man die anderen nur bei kleiner Blende sieht. Allerdings hat mir eine Sturmböe gestern das Stativ umgeworfen und ich war froh, dass die dabei zerstörte Gegenlichtblende weiteren Schaden verhindert hat. Leider hat es neben dem Gewinde meines UV-Filters auch die Arretiertaste des linken Modusrades erwischt. Sie ist jetzt dauerhaft eingedrückt, so ein Mist! Ich scheue nicht so sehr die Kosten einer Reparatur, sondern eher eine Zeit ohne Spiegelreflexkamera. Ich bin ja schon halb am Überlegen, auf die D700 umzusteigen und die D300s als Zweitkamera zu behalten. Aber dann brauche ich auch zwei neue Objektive und es wird alles ziemlich teuer … . Da muss ich noch ein paar Nächte drüber schlafen. Oder im Lotto spielen.

3 Kommentare für „Kurztrip nach Storgrundet“

Rüdi N. schreibt:

Wow! Eine D700 würde mir auch gefallen. Aber da ich acht DX-Linsen besitze, werde ich wohl von einem Umstieg zum Vollformat Abstand nehmen.
Nächstes Jahr wird wohl eine D300s oder eine D7000 zu meinen beiden D60, mit denen ich immer noch sehr gerne arbeite, hinzu kommen.

Olaf Schneider schreibt:

Ich habe teils, teils. Aber mich halten die teuren Objektive mehr vom Kauf ab als der Preis des Bodys. Aber die D300s ist auch eine extrem feine Kamera.

Sandra schreibt:

Freut mich, den Schneesturm hier vom warmen Zimmer aus ansehen zu können ;-)))

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