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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Die Ostsee friert zu.

heute um 8:20: -7.8 °C, dann kontinuierlich etwas kälter werdend. Jetzt um 17:00: -10.5 °C.

Die tiefen Temperaturen der letzten zwei Wochen sorgen dafür, dass nicht nur die Seen komplett mit dickem Eis bedeckt sind, sondern auch die Ostsee langsam zufriert. Offenes Wasser ist nur noch an wenigen Stellen auszumachen. Auf der ruhigen Bucht vor der Insel Storgrundet liegt glattes, festes Eis und ein Mann mit Hund ist heute schon herüber gelaufen. Ob das sicher war oder eine dumme Idee, kann ich allerdings nicht beurteilen, also verschiebe ich das Betreten lieber auf später.

Auf dem Killingörviken (vik = Bucht) schwimmen kleine Eisschollen, die durch das ständige Aneinanderstoßen das abgerundete Pfannkucheneis bilden. Aber während dort das Eis noch bei jeder Welle hin- und herschwappt, sind die Eisstücke an der offenen Ostsee schon auf einige hundert Meter fest aneinander gefroren. Vor allem die mit Eis glasierten Felsen im Uferbereich bilden wunderbare Formationen und glitzern in der tief stehenden Sonne. Unter manchen Steinen haben sich richtige kleine Tropfsteinhöhlen mit Säulen gebildet.

SelbstportraitHeute war die Frage, was ich anziehe, wenn ich bei -9 °C fotografiere. Manchmal laufe ich – also nicht zu warm anziehen – manchmal stehe ich minutenlang an einem Fleck. Das hatte ich heute an:

  • Winterstiefel von Kamik: super
  • warme Socken
  • Skiunterwäsche (Billigversion)
  • dünne Skihose: praktisch
  • 100er-Fleecejacke
  • Softshelljacke
  • Daunenweste
  • Fleeceschal und Wollmütze
  • Handschuhe

Die Daunenweste habe ich schnell in den Rucksack gesteckt, sie war selbst im Stehen fast zu warm. Die Handschuhe hatte ich fast nur an, um das Stativ längere Strecken zu tragen. Nur wenn die Finger vom Eis nass werden, wird’s ein bisschen kälter.

5 Kommentare für „Die Ostsee friert zu.“

Tony schreibt:

Schön sieht das aus.
Hier im östlichen Mitteldeutschland soll es diese Woche Schnee geben :)

Sonya schreibt:

Wow toll. In München gab es ein paar Schneeflöckchen, am Starnberger See waren Dächer und Wiese leicht weiß und ich friere in meinem Herbstmäntelchen. Hoffe der Schnee und das Eis bleiben bis mindestens Weihnachten und Neujahr, auch wenn ich (mal wieder) fürchte, erfrieren zu werden ;-). Bayerische Grüße in den hohen Norden.

Olaf Schneider schreibt:

Ich hoffe auch darauf, dass die Temperaturen unter null bleiben. Jetzt – am Donnerstag morgen – schneit es wieder und auch in Skelleftehamn liegen so um die 30 cm Schnee. Mit Frühtemperaturen um -10 °C ist es nicht soo kalt, denn in Nikkaluokta (beim Kebnekaise) ist die Temperatur die letzten beiden Tage unter -35 °C gefallen. Aber keine Angst, an einer Winterjacke soll es nicht scheitern ;-)

elke füst schreibt:

guten morgen nach skeleffteåhamn.

hier im binnenland ist es doch etwas kälter.
letzten winter hatten wir drei monate am stück unter -25° bis -40°.

man gewöhnt sich dran.heute ist es ruhiges vorweihnachtswetter

gruß aus stavre

Olaf Schneider schreibt:

@elke Hallo nach Stavre,

nein, wirklich kalt ist es hier nicht, dafür sind hier in den letzten Tagen geschätzt 50-60 cm Neuschnee heruntergekommen. Wenn ich diesen Winter -40 °C erlebe, kann ich wenigstens mal meine Canada-Goose-Jacke tragen, ohne zu schwitzen.

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