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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Die Sache mit der Geduld …

Ich mag ein paar positive Eigenschaften haben, Geduld zählt leider nicht dazu. Und ich habe den Eindruck, dass ich diese noch mehr als in Deutschland brauche. Denn auf meiner Todo-Liste steht vor immer mehr Zeilen ein w und das bedeutet Warten. Warten darauf, dass die potentielle Schwedischlehrerin gesund ist, warten darauf, dass der Vorbesitzer auch die restlichen Dinge am Dach repariert. Warten darauf, dass langsam aus der kleinen Baustelle im Erdgeschoss wieder ein kleines Bad im Erdgeschoss wird. Warten darauf, dass ein Bekannter Zeit findet, kleinere Reparaturen vorzunehmen und warten darauf, dass der rörläggare, also der Installateur wieder gesund wird. Und seit heute auch warten darauf, dass Ikea auf meine E-Mail antwortet, warum die Bestellung von Bett und Regalen beim Bezahlen immer abbricht.

Ich weiß, ich bin erst seit sieben Wochen im neuen Haus, aber – habe ich schon erzählt, dass Geduld nicht meine Stärke ist – der Eindruck, dass nichts voran geht, ist dennoch vorhanden. Bin ich so deutsch? Ist das überhaupt ein Unterschied Deutsche—Schweden oder eher ein Unterschied Olaf—Schweden oder gar Olaf—andere Menschen. Ich weiß es nicht.

Und dann komme ich zu Dingen wie Äpfel im Garten ernten oder Geschirrhandtücher kaufen und dann stand das noch nicht einmal auf der Todo-Liste und ich kann wieder nichts durchstreichen. Doof.

4 Kommentare für „Die Sache mit der Geduld …“

Sonya schreibt:

Ich hab ja auch schon Dinge, die ich erledigt habe und die nicht auf der Liste standen, nachträglich draufgeschrieben und dann durchgestrichen. Wenn es der Motivation und Zufriedenheit dient, finde ich das vollkommen legitim.

Olaf Schneider schreibt:

Warum habe ich da nicht dran gedacht … Ich schreibe gleich „Zur Wahl gehen“ auf und mache es direkt.

Anne@LapplandTimes schreibt:

Hier in (Nord)Schweden heißt die Devise „Ta det lugnt!“ Also immer schön ruhig angehen lassen… Ich glaube, dass ist ein Mentalitätsunterschied. Warten sollte dein neuer Freund werden, denn er wird dich immer wieder begleiten.
In den vier Jahren, die wir hier leben, ist die Liste endlos geworden. Momentan warten wir noch auf ein Skoterersatzteil, dass bereits im März bestellt wurde, aber vor Oktober nicht geliefert werden kann…*seufz* Die Alternative wären horrend hohe Preise gewesen.
Auf E-Mails reagieren viele Unternehmen überhaupt nicht. Nimm‘ den Telefonhörer in die Hand und versuch‘ den Zuständigen zu erreichen. Ich weiß, die langen Warteschleifen sind furchtbar, aber bei E-Mail kann es noch länger dauern…
Viel Glück!

Olaf Schneider schreibt:

@Anne: Mit dem ruhig angehen lassen hat dieses Wochenende schon sehr gut funktioniert ;-). Dafür habe ich aber heute, am Sonntag(!) von IKEA eine Antwort erhalten. Zwar Marke Textbaustein, aber immerhin.

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