Zum Inhalt

Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

Zu den Funktionen

Beerenhunger

Was macht man an einem freien Samstag bei schönem Wetter in Schweden? Richtig, man ignoriert das Chaos im Haus und ist möglichst viel draußen. Heute Vormittag habe ich mich aufs Rad gesetzt und bin über Örviken nach Bureå (spricht man so ähnlich wie Büro) und dann noch weiter bis Bergfors gefahren. Auf dem Rückweg habe ich eine schöne Pausenstelle direkt am Meer gefunden. Hier gab es wilde Himbeeren (schwedisch hallon) und auch einen verlassenen Johannisbeerenstrauch. Diesen Sträuchern habe ich mich erst einmal in Ruhe gewidmet. Sehr lecker, auch wenn die Johannisbeeren solo ja immer ein bisschen sauer sind. Einige Kilometer im Wald habe ich dann auch Heidelbeeren (schwedisch Blåbär) gefunden. Keine riesigen Mengen, aber für einen ordentlichen Snack hat es gereicht. Zwei Schweden haben an der gleichen Stelle Pilze gesammelt, aber damit kenne ich mich nicht aus und lasse die Pfoten davon.

Am Nachmittag bin ich dann noch einmal zu Fuß losgegangen. Eine wirklich schöne Heidel­beeren­stelle habe ich bei mir um die Ecke noch nicht gefunden, da muss ich morgen noch einmal schauen. Aber ich glaube, dass ich eine Moltebeerenstelle gefunden habe. Ganz sicher bin ich mir allerdings nicht ob die Beeren wirklich Moltebeeren (schwedisch hjortron) sind und ich werde gleich per Twitter den Schweden mal das Foto zeigen und fragen, ob das (a) unreife Moltebeeren sind und (b) ob man die jetzt schon sammeln und nachreifen lassen sollte. Wenn die Moltebeeren nämlich reif sind, sind diese nicht nur goldgelb, sondern auch sehr weich.

Nachtrag: Leider waren die Beeren keine Moltebeeren, sondern vermutlich Steinbeeren. Schade eigentlich. Das Foto entferne ich lieber wieder, ehe das von jemandem als Bestimmungsgrundlage benutzt wird.

Was ich noch nicht gefunden habe, sind Walderdbeeren (schwedisch smultron). Und um Preißelbeeren (schwedisch lingon) habe ich mich noch nicht gekümmert. Das mag auch daran liegen, dass man alles andere direkt in den Mund stecken und essen kann. Und das ist doch immer sehr verlockend.

5 Kommentare für „Beerenhunger“

astrid schreibt:

sieht gut aus… Bei uns sind dieses Jahr alle Beeren recht spät dran, aber dafür gibt es unmengen. Himbeeren werden gerade die ersten reif, Blaubeeren kann man schon richtig pflücken und die Johannisbeeren brauchen noch ein paar Tage.
Was die Pilze angeht, so warst du doch letztes Jahr hier ein paarmal mit, also Pfifferlinge und Steinpilze solltest du doch hinkriegen. Erstere gibt es wieder in unmengen

sabine schreibt:

yummy!!!

Olaf Schneider schreibt:

@astrid: Bei den Beeren ist es hier ähnlich. Bei Pilzen bin ich einfach vorsichtig. Pfifferlinge bringe ich mir aber noch einmal bei, auch wenn ich hier noch keine entdeckt habe.
@ sabine: yes!

Annika schreibt:

Kann man Preiselbeeren nicht direkt in den Mund stecken?

Olaf Schneider schreibt:

Man kann schon, aber sie ist sauer bis bitter. Als Marmelade oder Ähnliches ist sie mir lieber, vor allem als Beilage zu Wild.

Kommentieren

Ich freue mich auf Eure Kommentare.

  • Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.
  • Dieses Feld musst Du nicht ausfüllen.
  • Diese Abfrage schützt das Blog vor Spam.
  • Du kannst html benutzen: <a href="">, <em> und <strong>.

Du kannst Antworten zu diesem Beitrag folgen und ein Trackback von Deiner Seite machen.