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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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Mein erster Tag

Zu Fuß sind es etwa drei Kilometer von meinem Zimmer in die Stadt. Keine Entfernung, wenn die Sonne aus einem strahlend blauen Himmel scheint und ich ziehe ganz schnell meine Jacke aus, weil es so warm ist. Beim Weg in die Stadt bin ich kurz beim ICA eingebogen um ein bisschen Frühstück zu kaufen. Danach bin ich am Skellefteälven ins Zentrum gelaufen. Der Fluss war im Februar noch komplett zugefroren. Nun fließt Wasser, die Krokusse blühen, Schmetterlinge flattern umher – der Frühling ist da.

In der Stadt war ich im Buchladen, um Karten von der Umgebung zu kaufen. Einen Stadtplan hat es auch gegeben. Dann war ich lange im überraschend großen Antiquariat, wo ich tatsächlich „Bilbo, en Hobbits äventyr“ gefunden habe. Das Buch hatte ich im Urlaub im Februar geliehen und kann es jetzt zu Ende lesen. Um halb zwei war ich bei Artopod und wir haben ein paar erste Dinge geklärt. Ein MacBook Pro steht schon bereit, die (deutsche) Tastatur bringe ich mit und als Telefon bekomme ich wohl ein Android. Mein erstes Projekt kenne ich auch schon ein bisschen. Gut die Hälfte haben wir schon auf Schwedisch gesprochen und wenn ich mich sehr konzentriere, verstehe ich doch so einiges. Das hat sich dann allerdings bei der Fika – der schwedischen Kaffeepause – geändert, als zehn Kollegen aus der Bürogemeinschaft munter durcheinander geplaudert haben. Das wird noch ein Weilchen brauchen, bis ich da mitkomme, aber ich bin ja froh, dass nicht die ganze Zeit englisch geredet wird und ich so die Sprache lernen kann.

Danach war ich beim Skatteverket wo ich als erstes natürlich eine Wartenummer gezogen habe. Dann musste ich aber nur einige Minuten warten, um dann auf Anders zu treffen, der für mich die Formulare ausgefüllt hat, die ich brauche, damit ich eine Personennummer bekomme. Und die bekomme ich wohl in so zwei, drei Wochen.

Die Personennummer ist entscheidend, um irgendwelche Verträge abzuschließen. Ob Telefon, Bankkonto, Miete oder was auch immer, man braucht seine Personennummer. Und da ich die auch für die SFI-Kurse (Svenska för invandrare = Schwedisch für Einwanderer) brauche, freue ich mich, wenn sie bald da ist.

Ich bin langsam zurück geschlendert und habe mich erst einmal eine Stunde hingelegt. Danach war ich noch zwei Stunden die Umgebung erkunden und habe meine Schneeschuhe vermisst. In den Wäldern liegen nämlich noch gut 40 cm fester Altschnee und bei jedem dritten Schritt bricht man durch, manchmal bis weit übers Knie. Für die wunderschöne Landschaft, die sich hier gleich hinter dem Haus anschließt, hat sich der anstrengende Gang aber gelohnt. Allerdings kann es im Moor schon ganz schön nass sein …

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