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Nordwärts

Vom Leben in Skelleftehamn

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The illusion of winter

No, no, it’s not winter yet, it’s October. Yes, it snowed a bit in Skellefteå last weekend. Yes, some frozen snow is left. Yes, the maximum temperature in Skelleftehamn was only + 0.2 °C yesterday. Yes, we even have snow storm this night (snow […]

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Nordisches Entfernungsempfinden

In manchen Punkten werde ich immer nordschwedischer. Ein solcher Punkt ist mein Entfernungsempfinden. Sieben Meilen (also siebzig Kilometer), um bei Freunden vorbeizuschauen, dass finde ich nicht wirklich weit. Zehn Minuten zu Fuß in Skellefteå hingegen, das ist schon richtig was.

Das ist gewiss ein wenig übertrieben, dennoch war es interessant, was passiert ist, als ich heute ein Meeting bei Skellefteå Kraft hatte: Der Hinweg hat zehn Minuten gedauert, aber der Rückweg über eine Stunde.

Als das Meeting zu Ende war, bin ich erst nebenan in die Bibliothek gegangen, um ein Buch und passendes Hörbuch auszuleihen. Das ganze ist für den Schwedischunterricht, den ich nehme, um meine Aussprache zu verbessern. Dann zurück über die E4, die mitten durch die Stadt führt und wieder in die Fußgängerzone. An der Kreuzung liegen nasse und einfrierende Schneehaufen. Viel ist ja nicht gefallen, aber wenn man beim Straßenräumen das bisschen zusammenschiebt, kommt auch was zusammen.

Hörbücher von Torgny LindgrenSchneehaufen an der Kreuzung

Die Fußgängerzone hingegen ist schneefrei und trocken, denn die hat ja Fußbodenheizung. Dann noch mal kurz in den Teeladen, grüner Tee ist alle. Also, wenn man schon mal in der Nähe ist … (Ich arbeite 500 Meter weiter!) Den kleinen Flohmarkt der Schwedischen Missionskirche lasse ich aus, in das Schaufenster des kleinen Sportlädchens schaue ich nur kurz. Aber bei der Bank schaue ich rein, denn dort bin ich auch versichert. Ich will für meine Winterreise das Gepäck gegen Diebstahl versichern lassen, denn mit Kameraausrüstung, Pulka, Daunenparka, Winterschlafsack und so kommt da ganz schön was zusammen. Aber – wie ich schon vermutete – muss ich bei der Versicherung direkt anrufen, das ist zu speziell.

Weiter in Richtung Büro. Aber kurz vorher noch bei ICA rein, ein paar Lebensmittel für den Abend kaufen. Danach bin ich dann aber tatsächlich wieder ohne weiteren Zwischenstopp ins Büro gegangen. Ein bisschen doof kam ich mir vor, denn das Stadtzentrum ist so klein, dass ich jederzeit Besorgungen machen könnte. Aber ich tue es nicht, denn nach der Arbeit will ich lieber nach Hause ins beschauliche Skelleftehamn, als noch in der Stadt Besorgungen zu machen.

Um fünf bringt mich der Bus nach Hause. Auch er überquert die E4 und fährt an Skellefteå Kraft und der Bibliothek vorbei. Überall liegen Schneereste und der kurze Blick auf den Skihügel zeigt diesen sogar ganz in weiß. Nur der äußerste Teil von Skelleftehamn ist komplett schneefrei, denn hier ist es ein Grad wärmer, weil das Meer noch offen ist.

Skellefteå Kraft und Bibliothek

Sunday rain and wet snow

That’s how it looked like today morning when I went out into the heavy rain. And that’s how it looked like some hours later on my way to the bastu – the sauna – in Kågehamn. Even the footwear differed.

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Breaking the ice

6:15 rang my iPhone alarm and woke me up, far too early for a Saturday, but I made up a plan yesterday when I took pictures from the ice: I want to see the sunrise. From my kayak! I took a short […]

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Faint polar lights

I wake up at 1:50 and stood up to drink a little bit and directly continue sleeping, but I made a mistake. I looked out of the window! Quite clear and colourful polar lights glowed on the northern sky. Aurora […]

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The first ice on the Baltic sea

After a clear and starry night temperatures dropped to -6 °C. I was quite curious if there would be ice on the Baltic Sea already and drove to the beach of Storgrundet. Of course the sea is still open in the midst of October, but in […]

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Releaseparty.

Wir – das heißt in diesem Fall Hello Future, mein Arbeitgeber – haben zusammen mit einer anderen Agentur den ersten Teil der neuen Webseite von Skellefteå Kraft entworfen, programmiert und online gestellt. Gestern hat Skellefteå Kraft unsere Teams zur Releaseparty ins Eishockeystadion eingeladen. Das Stadion heißt Skellefteå Kraft Arena, denn unser Gastgeber ist nicht nur eines der größten Unternehmen in der Region, sondern auch einer der Hauptsponsoren.

Um fünf sind wir die Treppen hoch zur obersten Etage gelaufen, denn dort sind die Logen der Sponsoren. Direkt der erste Raum in der Ecke war für uns in einer herrlichen Farbkombination gedeckt: Servietten in Gelb (AIK hat schwarz-gelb als Vereinsfarben) und Giveaways in knallviolett, der neuen Hauptfarbe von Skellefteå Kraft. Dann gibt es Abendessen – wie in über 95% solcher Fälle in Form eines Buffets. E. fragt, ob es ein Nachtischbuffet gibt (Die Frage hätte von mir kommen können!) aber dies verneint die Kellnerin, die uns mit Getränken versorgt. Vielleicht ganz gut, denn auch so hatte ich heute morgen fast ein Kilo mehr auf der Waage, woran die zwei Stück der gelben AIK-Küchlein vielleicht nicht ganz unschuldig sind …

Unsere Loge für den AbendAIK-Kuchen

Nebenan, durch die Glasscheibe gut zu überblicken, füllte sich langsam das große Eishockeystadion. Wir konnten noch in Ruhe sitzen bleiben und sind erst in letzter Minute aufgestanden, um zu unseren Logenplätzen zu gehen. Dann ging die erste Spielzeit los. Ich bin zu langsam für dieses Spiel. Wenn ich glaube, dass der Puck in der einen Ecke ist, rennen die Spieler wieder schon woanders hin und das 1:0 für Skellefteå habe ich komplett verpasst. Nun ja, ich werde nie ein richtiger Sportzuschauer werden.

In der „Heimecke“ saßen und standen die Hardcorefans, die, von einem Trommler unterstützt, minutenlang die gleichen Fangesänge verlauten liessen. Die klangen alle für mich so:

Nuschel, nuschel, nuschel A-I-Koooh! A-I-Koooh! A-I-Koo-oo-oh!

AIK-Fans

Meine schwedischen Kollegen haben auch nicht mehr verstanden. Nett war, dass wir in den beiden Pausen gemütlich wieder am Tisch sitzen, etwas trinken und Unsinn reden konnten, denn die meisten von uns haben mit Eishockey, welches doch so wichtig und zentral in Skellefteå ist, nicht viel am Hut.

Ganz oben im StadionSkellefteå AIK gegen Växjö Lakers

Nach zwei weiteren Toren hat Skellefteå AIK das Spiel gegen die Växjö Lakers 2:1 gewonnen und wenn das Spiel vorbei ist, dann gehen die Schweden gesittet nach Hause. Kein großes Gejubel mehr, nein, fünf Sekunden höflicher Applaus reichen aus und alle verlassen die Arena, auch um zu ihren Autos zu gelangen.

Tack, tack, tack, tack, tack …

Ich dachte, dass ich wohl Ewigkeiten brauchen würde, um das Gelände mit dem Auto zu verlassen, aber auch hier sind die Schweden sehr diszipliniert. Es gilt kugghjul – auf deutsch Zahnrad, das schwedische Wort für Reißverschlußverfahren – an allen Ausfahrten und Kreuzungen und das funktioniert richtig gut. So war ich doch einiges früher erwartet wieder zu Hause in Skelleftehamn.

Doch, so alle zwei, drei Jahre kann man sich so ein Spiel durchaus mal anschauen, vor allem, wenn man so gut und nett bewirtet wird und so schöne Plätze hoch oben hat. Tack för igår, Skellefteå Kraft, danke für gestern!

Meine große Spiegelreflexkamera habe ich zu Hause gelassen und alle Fotos mit dem iPhon gemacht.

Freezing over

Last night temperature was below zero, but not too cold. To my big surprise it was cold enough to let the small duck pond in Skelleftehamn freeze over completely anyway. The yellow-brownish leaves lay on, in and under the thin new ice. The rudtjärnen […]

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Two cloud shots in the morning.

Living near the coast was a bit disappointing the last days when it came to making photos. Snow in the inland – for example 15 cm in Malå on Sunday? We got just twenty snow flakes on Monday morning melting directly on […]

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