Olaf, the German …

7. September 2010

… stand auf der Postkarte, die ich heute in meinem Briefkasten fand. Ich hatte mit meinem Schwager vor der Englandreise überlegt, ob so eine Postkarte wohl ankommt, und – sie tat es. Nun ist Skelleftehamn ja nicht soo riesig, aber gut 3000 Einwohner sind es doch und ich habe nicht wirklich damit gerechnet, die Postkarte zu bekommen.

Und sonst so?

  • Der Besuch ist leider wieder weg, aber morgen kommt neuer (nur für eine Übernachtung)
  • Das Wetter ist wieder schön (ich bin im T-Shirt nach Hause geradelt)
  • Telia bietet leider keinen Festnetzanschluss mit Flatrate nach Deutschland an. Schade
  • Mein neues Firmenhandy (iPhone 4) ist heute gekommen
  • Die Woche wäre noch schöner, wenn ich nicht dringend meine deutschen Steuererklärungen machen müsste

Besuch ist toll!

5. September 2010

Am Freitag Abend ist Sandra zu Besuch gekommen, die ich immer wieder treffe, wenn ich im Winter bei Dirk auf Solberget bin. Nachdem sie zwei Wochen Padjelanta und Kungsleden gelaufen ist, hatte sie noch ein paar Tage Zeit, bei mir vorbeizuschauen. Und zum Glück war das Wetter am Samstag richtig schön und heute am Sonntag wenigstens trocken, so dass wir hier viel durch die Pampa gelaufen und mit dem Fahrrad gefahren sind (wie schön, dass ich noch ein Gästerad habe).

Gestern waren wir erst zu Fuß in Richtung Storgrundet, dem nächsten Strand unterwegs. Wie wir dabei auf das Thema Kaiserschmarrn gekommen sind – ich weiß es auch nicht mehr, aber nach einer schönen, gemütlichen Fahrradrunde hat Sandra fantastischen Kaiserschmarrn gemacht. Nicht, dass wir nicht mittags schon warm gegessen hätten. Nicht, dass wir nicht vorher im Wald schon einiges an Heidelbeeren gefuttert hätten.

Heute sind wir nach einem langen und späten Frühstück mit dem Fahrrad über die Brücke nach Orsviken zum „Stackgrönnans Båtmuseum“ gefahren. Leider hatten sowohl Museum als auch Café schon zu. Anfang September scheint hier nicht mehr Saison zu sein. Schade. Aber gut, dass die Sonne ein bisschen heraus kam und wir Wasser und Kekse dabei hatten. Am Nachmittag haben wir noch eine kleine Runde durch den Wald gedreht (Heidelbeeren) und sind dann ins Folkets Hus ins Kino gegangen. Den Film eclipse fand ich zwar gerade noch mittelmäßig, aber er scheint sich auch eher an Mädchen von 11-15 zu richten und so sehr interessieren mich Vampire und Werwölfe denn auch nicht. Das Kino ist aber überraschend groß und schön. Schade, dass der Film nicht synchronisiert war, denn ich hätte gerne Schwedisch gehört und nicht nur gelesen. Schade auch, dass das Popcorn versalzen war. Morgen fahren wir beide in die Stadt und ich gehe wieder zum Arbeiten. Fazit: Besuch ist toll. Mehr davon!

Ein Tag zu Hause

2. September 2010

Heute habe ich mal wieder zu Hause gearbeitet, weil nochmals ein Mensch von Anticimex da war, um sich ein Bild zu machen. Ergebnis: Den Schaden am Dach muss ich wohl selbst übernehmen, weil Anticimex eine Selbstbeteiligung von 8000 Kronen (etwa 860 Euro) hat! Das finde ich schon sehr ärgerlich, weil Anticimex so für den eigenen Fehler nicht haften muss und ich schließlich viel Geld für die Besichtigung bezahlt habe, bei der dieser Fehler direkt hätte auffallen müssen.

Das Wetter war schön, der Rasen lang, also habe ich mir danach von dem Nachbarn von gegenüber zeigen lassen, wie ein Benzinrasenmäher geht und meinen Rasen gemäht. Über anderthalb Stunden habe ich den armen Mäher durch das hohe Gras gewuchtet, bis der Rasen um zwei große gehäufte Schubkarren Gras kürzer war.

Um sechs war das Wetter immer noch schon, wenn auch mit gut 12 Grad nicht wirklich warm. Aber ich wollte unbedingt noch einmal in der Ostsee schnorcheln. Ich habe vorsichtshalber meinen Neoprenshorti angezogen und ich musste leider feststellen, dass das Wasser wirklich schon wieder a****kalt ist. Die Kälte hat richtig am Kopf geziept und nach zwei Minuten war ich wieder draußen. Ich habe einfach eine Hose und eine Segeljacke über den nassen Shorti gezogen und bin so nach Hause geradelt. Ist ja nicht weit.

Allerdings habe ich an der Ecke noch einen Nachbarn getroffen, den ich noch nicht kannte und habe mich mit ihm unterhalten. Er wusste schon, dass ich einen Flügel habe und es stellte sich heraus, dass er früher Vibraphon gespielt hat und Fan vom Modern Jazz Quartet und Toots Tielemann ist. So langsam fing ich dann aber an zu frieren und musste mich verabschieden. Jetzt sitze ich wieder schön im Warmen.

Nachher muss ich noch ein Stunde arbeiten, so viel habe ich heute ja noch nicht am Rechner gesessen.

Der erste Besuch

1. September 2010

Gestern waren Jonas und ein Freund bei mir und haben einen Zwischenstopp bei mir eingelegt. Sie hatten gerade ihre mehrwöchtige Kanutour durch Norwegen und Schweden beendet. Ich habe mich riesig über den Besuch gefreut. Es war aber nicht nur schön, Jonas wiederzutreffen, sondern – ich bin ehrlich – es war auch einfach toll, mal wieder in meiner Muttersprache kommunizieren zu können. Ohne über Worte nachzudenken. Ohne konzentriert versuchen, mein Gegenüber zu verstehen. Ich konnte mich einfach in der Sprache treiben lassen wie in einer leichten Strömung im warmen Badesee. Nachdem wir Jonas’ leckeren Eintopf gegessen und uns dann durch die Tourschokoladenvorräte gefuttert haben, habe ich die Fotos auf den Rechner hoch geladen und von den beiden eine exklusive Diashow bekommen. Wirklich eine schöne, aber auch fordernde Tour durch wunderschönste Landschaft von Fjell bis Wald. Um zwei war ich dann im Bett.

Dem entsprechend war auch der heutige Plan, mit dem Bus zur Arbeit zu fahren, damit ich ein wenig länger schlafen kann. Aber zum einen bin ich eine Woche lang nicht in die Stadt geradelt und zum anderen war mal richtig schönes Wetter. Und ordentlich Gegenwind. Zu meinem Glück hat dieser aber nicht gedreht, so dass die Rückfahrt dann entspannt war. Ich habe mal wieder ein paar kleine Umwege über hoppelige Waldwege genommen und dabei sehr viele Pilze gesehen. Die meisten dürften wohl ungenießbar bis hochgiftig sein. Um halb acht war ich dann zu Hause, habe E-Mails beantwortet, gegessen und festgestellt, dass es um halb neun schon zu dunkel ist, um noch in Ruhe den Rasen zu mähen. Vielleicht morgen?

Dekadent!

30. August 2010

… war das erste, was mir einfiel, als ich heute zum ersten Mal den „åretrunt pool“, also den Ganzjahrespool ausprobiert habe. Ich lag also draußen im Garten diagonal ausgestreckt im 37 Grad warmen Wasser und habe geschaut, wie die ersten Sterne herauskommen. Dann habe ich den Whirlpool angemacht und mir gleichzeitig Rücken und Fußsohlen massieren lassen. Nur auf das Licht, welches auch noch die Farbe wechselt, habe ich beim Baden doch gerne verzichtet und es erst danach für das Foto angemacht.

Alles in allem hätte ich mir niemals so einen Pool gekauft, aber wo ich ihn schon habe, werde ich ihn auch immer mal wieder nutzen. Ich bin vor allem gespannt, wie das Baden im Winter so ist. Dann kann man bestimmt prima zwischendurch im Schnee baden, auch wenn der Pool natürlich nicht so wie eine Sauna aufheizt.

Also, Freunde: Wer ausprobieren möchte – einfach vorbeikommen! Und wem die 37 Grad nicht passen; der Pool lässt sich von 26 – 40 Grad regeln.

Anmerkung: Am Samstag Abend habe ich mit Freunden zusammen auch in einem Hottub gesessen. Der stand allerdings im Inland direkt an einem See und wurde mit Holz gefeuert. Das hatte zugegebenermaßen schon mehr Atmosphäre als ein Allleinbad im Hightechjacuzzi. Und meine Brotkartoffeln von heute konnten mit dem Grillfleisch vom Samstag auch nicht wirklich konkurrieren, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Umeå – eine Metropole?

27. August 2010

+++ Ticker +++ Anticimex war gestern in meinem Haus und hat keine weiteren Folgeschäden durch das Leck im Dach festgestellt. +++ Ich bin wirklich erleichtert. +++

Aber jetzt zu heute: Jonas und ich hatten heute einen beruflichen Termin in Umeå. Das ist etwa zwei Busstunden von Skellefteå entfernt. Ich habe die Gelegenheit genutzt, mir nach dem Meeting ein bisschen die Stadt anzuschauen. Obwohl die Stadt nur doppelt so groß wie Skellefteå ist, wirkte sie im direkten Vergleich auf mich riesig. Unmengen von Menschen rennen durch Unmengen von Geschäften. Und ich mit. Weil es aber die ganze Zeit geregenschauert hat, habe ich mich schon bald wieder auf den Heimweg gemacht. Stadt bei Regen macht einfach keinen großen Spaß.

Um die Größen der Städte ein bisschen anschaulich zumachen, habe ich mal flugs ein paar Kreise gemalt. Jeder Pixel steht für vier Einwohner.

Deutsche Grüße

24. August 2010

Das Bild von dieser herrlichen Wurstverpackung, die ich heute bei coop Konsum gesehen habe, wollte ich Euch nicht vorenthalten. Der Text in etwa: „Eine Wurst reich an Geschmack, mit Kümmel und Knoblauch gewürzt“. Ferner ist die Wurst frei von Gluten, Laktose, Ei, Soja, Milch und Erbsenprotein(?).

Ich habe dann aber doch zum gravad lax gegriffen.

Der Herbst kratzt an der Tür

23. August 2010

Heute war es zwar nicht mehr so regnerisch wie am Wochenende, aber beim Weg nach Hause habe ich gemerkt, dass der Hochsommer erst einmal vorbei ist. Bei gerade 10 Grad und feinstem Nieselsprühregen war es nicht gerade gemütlich auf dem Rad und wenn am Donnerstag Morgen wirklich nur 4° sind, packe ich wohl Mütze und Handschuhe wieder aus. Die Blätter der ersten kleinen Pflanzen verfärben sich langsam ins Gelbe und Rote. Noch kaum sichtbar, aber wer weiß, wie es in einer Woche aussieht.

Um zehn ist es hier auch schon ziemlich dunkel, was heute allerdings den fast vollen Mond sehr schön zur Geltung kommen lässt. Aber es ist für mich kaum vorstellbar, dass es hier Anfang Juli noch 24 Stunden lang hell war.

In meinem Wohnzimmer stehen fast keine Kisten mehr herum, es ist ziemlich aufgeräumt und es fällt mir auf, dass ich fast keine Möbel habe. So ist das eben, wenn man aus einem Einzimmerapartment in ein Haus zieht. Doch zum Glück gibt es in Schweden ja IKEA, auch wenn der nächste Laden leider in Haparanda an der finnischen Grenze ist.

Wochenende

21. August 2010

Nach einer Woche voll Sonnenschein ist es Samstag Nachmittag und es schüttet. Vor einer Stunde war es nur leicht am Nieseln und ich habe mich aufs Fahrrad gesetzt, um im Wald meine Heidelbeervorräte aufzustocken. Dann wurde der Regen immer stärker und zum Schluss hatte ich das Gefühl, ich halte meine Hände unter den Wasserhahn und das T-Shirt war trotz Goretex-Hightech-Was-weiß-ich-noch-alles-Funktionsjacke vorne klatschnass, weil das Wasser fröhlich am Kinn hinunter laufend doch unter die Jacke ging.

Da bin ich doch lieber nach Hause gefahren. Zum einen, weil ich nass war, zum anderen, weil ich schauen wollte, was mein Dach macht. Glück gehabt, das Provisorium scheint zu halten, das Schornsteinrohr ist rostig, aber trocken.

Insgesamt scheint es, dass sich der Fall mit dem undichten Dach beruhigt. Am Donnerstag hatte ich ein Treffen mit dem Makler, um die offenen Punkte zu klären und ich bin froh, dass er sich alles kümmert. Der Mann von Anticimex meinte wohl zum Makler, dass bei der Besichtigung damals der Fehler hätte gefunden werden müssen und so Anticimex oder Versicherung für den Schaden aufkommen. Hoffen wir, dass sein Chef, der am Montag aus dem Urlaub kommt, das genau so klar sieht.

Dies ist übrigens das erste Mal, dass zwischen zwei Artikeln eine Pause von einer Woche liegt. Kehrt hier doch langsam ein bisschen der Alltag ein? Es scheint so. Ich gewöhne mich langsam an alles. An die zuerst noch unbekannten Geräusche im Haus, daran, dass ich das Schwedisch einiger Kollegen immer noch nicht verstehe und auch an die Fahrradfahrten zur Arbeit. Vor einigen Tagen habe ich auf der Rückfahrt einen wunderschönen Umweg durch den Wald gefunden, für den allerdings wieder – wie so oft – ein Mountainbike angebracht gewesen wäre. An Stein und Schotter habe ich mich ja schon ein bisschen gewöhnt, aber diese kleinen, fiesen, tiefen Sandkuhlen sind gemein. So hat der Weg dann auch an die zwei Stunden gedauert, aber mir einige Blicke auf die Ostsee beschert. Und – falls ich es noch nicht erwähnt habe – da war das Wetter ja auch noch schön. Allerdings wird es hier langsam kühler. Morgens sind es meistens um die 8 Grad und nach dem Schnorcheln in der Ostsee am letzten, windigen Sonntag habe ich nicht mehr wie geplant am Strand gesessen, sondern bin schnell wieder nach Hause ins Warme geradelt.

Abends war ich dann noch auf dem Hamnberget, habe mir den Wasserturm (von außen) angeschaut und mich über die Abendsonne gefreut.

Wasser und Beeren II

14. August 2010

Der Haupthahn in meinem Haus ist wieder permanent geöffnet. Leider liegt das nicht daran, dass man das Leck im Wasserrohr gefunden und abgedichtet hat, sondern … aber von vorne:

Donnerstag kam ein Mann von Anticimex, der die Feuchtigkeit im Erdgeschossboden gemessen hat. An der Türschwelle zum Bad unter 40%, an zwei Stellen in der Küche unter 60%, aber direkt hinten an der Wand zum Bad 90%. Einige Stunden später kam dann ein Handwerker, der fachgerecht mein Bad zerlegt hat. Kurz darauf kam ein Installateur, um das Leck zu suchen. Er fand es aber nicht. Statt dessen habe ich von Nachbarn eine Leiter geliehen und die beiden sind aufs Dach gestiegen. Dort haben sie auch – leider – direkt die Ursache gefunden. Der kleine Schornstein für den Dunstabzug war mal so überhaupt nicht abgedichtet, so dass Regenwasser eintreten konnte. Das Wasser ist dann außen am Rohr entlang bis in den Keller gelaufen. Dieses Leck scheint laut Aussage der beiden auch nicht erst dieses Jahr entstanden zu sein und so hoffe ich stark, dass Wand und Decke jetzt keine Schäden davongetragen haben, denn eigentlich reicht mir das aufgeklopfte Bad als Baustelle. Mal schauen, wie es nächste Woche mit der ganzen Sache weitergeht.

Gestern Nachmittag hat das Wochenende für mich angefangen. Kaum war ich zu Hause, bin ich mit dem Fahrrad nach Storgrundet (1600 Meter) gefahren und habe bei 27° Lufttemperatur in der Ostsee gebadet. Das letzte Mal bin ich doch recht schnell wieder an Land geflohen, weil das Wasser noch so kalt war, aber dieses Mal war es nicht mehr so eisig.

Heute war ich mit einigen Freunden aus Skellefteå in Norrlångträsk zum Beeren sammeln. Dort wohnt die Schwester einer Freundin. Die Himbeeren werden dass Wochenende nicht überleben, aber die gut anderthalb Kilo Heidelbeeren werde ich einfrieren, so dass man im Winter leckere Sachen daraus machen kann. Ein paar Pfifferlinge (schwedisch kantareller) haben wir auch gefunden und kurze Zeit auf Brot mit Käse überbacken gegessen.

Eine Dose Heidelbeeren habe ich mit der Hand gepflückt, die andere gekämmt. Das geht zwar schneller und müheloser, dafür bekommt man auch jede Menge Blätter, Ästchen und unreife Preisselbeeren mit in die Dose und muss zu Hause sortieren. Die erste Runde wird jetzt gerade eingefroren.

Morgen sollte ich dann auch endlich mal Papierkrams erledigen, ehe sich irgendwelche Unternehmen oder Ämter in Deutschland bei mir beschweren. Aber erst schaue ich mal, wie das Wetter wird …

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